2016/09 Da Nang

Einsatzbericht DaNang - September 2016

Im September 2016 reiste wieder ein Team von DEVIEMED nach DaNang um Patienten mit Fehlbildungen und Erkrankungen des Kopf-Hals-Bereiches zu behandeln. Durch das unsichere Wetter und Probleme bei der Patientenakquisition im Hochland nur 51 Kinder erfolgreich operiert werden. Neben der klinischen Tätigkeit wurden auch die Kooperation mit der Universität DaNang intensiviert.

 

Die Wetterlage im September in DaNang ist nicht immer so stabil, da die Monsunzeit bevorsteht. Dadurch hatte die Gruppe an einigen Tagen mit Sturm und Regen zu kämpfen, was auch zu einem geringerem Patientenaufkommen geführt hat. In diesem Jahr reisten neben Frau Prof. Tanja Jantzen (Hannover), Frau Anja Hoffmann (Hannover) und Dr. Tram van Cong (Hamburg) als Anästhesieteam, Dr. Dr. Helmut Sieber (Duisburg) und PD Dr. Dr. Martin Scheer (Minden) nach DaNang. Von kinderärztlicher- und organisatorischer Seite wurde, wie auch in den Vorjahren, die Gruppe durch Dr. Hop Van Ta (Oberhausen) unterstützt. In Kooperation mit den ärztlichen Kollegen vor Ort (Dr. Ky und Dr. Long) wurden nach der Ankunft am 3. September 2016 ca. 40 Kinder im Da Nang Orthopedics and Rehabilitation Hospital untersucht. Auffällig war, dass neben Gaumen- und Lippenspalten auch eine Reihe von Kindern mit gutartigen Hauttumoren und Verbrennungsnarben vorstellig wurden. Ebenso wurden einige sehr ausgedehnte vaskuläre Malformationen in Form von Hämangiomen und Lymphangiomen begutachtet (Abb.).

Durch die Kooperation mit Herrn Prof. Son Le und einer Kollegin in Ausbildung zur MKG-Chirurgin aus Hanoi, die das Team in der ersten Woche verstärkten, wurden im Hinblick auf die Behandlung von Hämangiomen und Kavernomen interdisziplinäre Behandlungsmöglichkeiten in Hanoi erschlossen. Für einen Jungen wird eine interdisziplinäre Behandlungsmöglichkeit in Deutschland (Prof. Chapot, Neuroradiologe) evaluiert.

In der ersten Woche konnten durch die gute Abstimmung mit den Anästhesisten aus dem Da Nang Orthopedics and Rehabilitation Hospital (Dr. Tan) und das erfahrene Team an MKG-Chirurgen, verstärkt durch Prof. Son Le aus Hanoi in Kooperation mit den anderen vietnamesischen Ärzten zum Teil auf drei Tischen operiert werden. Von vietnamesischer Seite wurde das Team tatkräftig durch Dr. Long und Herrn Hien (in Ausbildung zum Munden-Kiefer-Gesichtschirurgen) unterstützt. Gerade in der Kommunikation mit den einheimischen Kollegen und dem nicht-ärztlichen Personal waren beide eine sehr große Hilfe. Insbesondere Hien war unermüdlich und immer bereit uns bei den Eingriffen zu assistieren und zu übersetzten. Von HNO-ärztlicher Seite wurden die Kinder durch Dr. Tho betreut, der auch in vielen Fällen Paukenröhrchen legte, die von der Firma Spiggle & Theis kostenfrei zur Verfügung gestellt wurden.

Durch das Engagement von Frau Prof. Jantzen hat die Firma STORZ ein Videolaryngoskop einem Anästhesieverein in Hannover für den Einsatz in Vietnam nach dem erfolgreichen Probelauf im März 2016 Deviemed gestiftet (Abb.).

Durch dieses Equipment konnte die Schulung der ärztlichen und pflegerischen Mitarbeiter in DaNang weiter verbessert und die Qualität der Versorgung in der Kinderanästhesie dauerhaft gesichert werden.

 

Die widrigen Wetterbedingungen in der ersten Woche waren wohl eine Ursache, warum in der zweiten Woche nur sieben Kinder operiert werden konnten. Insgesamt konnten im Rahmen des Einsatzes 51 Kinder erfolgreich operativ versorgt werden. Komplikationen waren nicht zu verzeichnen. Bei einem behinderten Jungen mit Gesichtsspalte konnte in Analgosedierung eine Abformung für eine neue Augenepithese genommen werden, die in Kooperation mit dem Epithetiker Herrn Choi (Leverkusen) angefertigt werden soll (Abb.).

In der zweiten Woche wurde die Kooperation mit der Universität DaNang belebt. Frau Prof Jantzen referierte vor über 100 Studenten/-innen über die praktischen Grundlagen der kardiopulmonalen Reanimation, während Herr PD Dr. Dr. Scheer über die Diagnostik und Therapie des Mundhöhlenkarzinoms, der dritthäufigsten bösartigen Erkrankung in Vietnam vortrug. Nach getaner Arbeit wurde der rege Austausch mit den Repräsentanten des Krankenhauses intensiviert (Abb.).

Wie auch in den letzten Jahren blicken die Teilnehmer auf einen erfolgreichen Einsatz in DaNang zurück. Neben der klinischen Tätigkeit, die dank des unermüdlichen Einsatzes von Dr. Ta auch über die Sprachgrenze hervorragend gelang, werden den Teilnehmern die Eindrücke von den Ausflügen mit dem Motorrad (Hoi An, Stelzenrestaurant, Wolkenpass, etc.) in Erinnerung bleiben (Abb.).

 

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